Winter N°2

Der Raum den der Gedanke um sich erzeugt, ist ohne Liebe. Dieser Raum trennt den Menschen vom Menschen ….

…. denn in dem Raum, der nicht durch das Denken erzeugt ist, gibt es nicht das andere – das Werden -, weil „du“ nicht mehr existierst …

Wir wissen nicht, was Liebe ist, denn in dem Raum, den das Denken um sich als das Ich geschaffen hat, ist Liebe der Konflikt zwischen dem Ich und dem Nicht-Ich. ….

J. Krishnamurti / Auszüge aus dem Buch „Meditationen“

Das Buch „Meditationen“ von Krishnamurti begleitet mich nun bereits seit über 20 Jahren. Dieses unscheinbare Büchlein mit gerade mal 35 Seiten hatte mich damals, als es mir begegnete, zutiefst bewegt, war ich doch gerade am Beginn meiner Reise im Jahr 1998.

Ich feiere demnächst meinen 50. Geburtstag. Ebenso dieses Büchlein. Es wurde im Jahre 1969 gedruckt. Es ist demnach ebenso alt wie ich. Das was so nach Zufall klingt, ist für mich mehr als das. Vielleicht Schicksal?

Der Winter war für mich immer schon eine Zeit der Kontemplation. Es gab dabei Winter, die sehr intensiv waren und Winter, die mir leichter fielen. Zuletzt Winter, da beschlich mich eine diffuse Traurigkeit ohne Tiefe. Ich spüre es ist Zeit der Tiefe in meinem Leben wieder Raum zu geben, wenn auch ich vor Jahren (aus verschiedenen Gründen) diese Tiefe verloren hatte und nicht mehr zulassen wollte. Denn was nutzt es mir das Leben, wenn ich nur an der Oberfläche vor mich hin dümple. Ich will in die Tiefen und Weiten des Lebens eintauchen, um das Leben zu spüren, es zu berühren, zu drücken und zu knuddeln – es zu umarmen!

Ich weiß noch nicht wie ich es angehe. Und in diesem Nicht-Wissen hatte ich heute auf dieses Büchlein geblickt und bin mir nun sicher – ebenso wie dieses mich gefunden hatte, werde ich vom Leben wieder gefunden – sofern ich die Türe öffne . . . . . . . . . und dem Sein neben dem Denken den gebührenden Raum schenke.

3 Kommentare zu „Winter N°2

    1. Es war mir schon in manch schwacher Stunde Erbauung und Trost. Speziell auf dieser meiner Reise, da es mich am Anfang meiner Reise ausgesucht hatte und es im Austausch gegen
      ein anderes Buch, das ich dabei hatte, weiter begleiten durfte. Und seitdem hatte es immer einen besonderen Platz. Inzwischen wieder auf meinem Altar, den ich kürzlich wieder eingerichtet habe.

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      1. Das Büchlein war lange in meiner Tasche jetzt ist es auf meinem Nachttischschränkchen 🙂 …da ist es auch gut aufgehoben und in meinem Herzen sowieso für immer….
        wie schön der Gedanke, es hat DIch ausgesucht…..ich weiß gar nicht, ob ich es mir gekauft habe oder ob ich es geschenkt bekommen habe. Es ist zu lange her….auf jeden Fall hat es den Weg zu mir gefunden.

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